Team corratec
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Historischer Sieg für das Team corratec

Bernd Hornetz gewinnt den legendären Ötztal Radmarathon 2016

238 km, 5500 Hm in schnellen 6:57.04,6 hh (Schnitt 34 km/h)

mit seinen neuen corratec CCT Evo im starken Team corratec

  • Stefan Oettl sichert sich Platz 4 in der Kategorie (overall Platz 11)
  • Johannes Berndl, der Team corratec Seriensieger der erste Saisonhälfte bekam nach einer sehr eingeschränkten Vorbereitung wegen seinem Studium, doch Probleme im Finale, landete aber torztdem auf dem starken Platz 20 overall von über 4000 Startern

Viele Action-Rennbilder, Renn- und Presseberichte, O-Ton der 3 erfolgreichen Teamfahrer Bernd Hornetz, Stefan Oetll und Johannes Bernd

28.08.2016 Sölden / AUT

Die ersten Worte von Bernd Hornetz: „Eine unglaubliche Geschichte für mich und auch ein unglaubliches Rennen. Am Ende war es ein Quäntchen Glück und ein unglaublicher Sieg, von dem man vielleicht kühnst träumt, den ich aber zumindest nicht erwartet hätte. Ich Danke neben meiner Frau, meinem Team corratec und meinem Verein Forchheim und allen Sponsoren. Den Ötztaler zu gewinnen, das ist wie die Weltmeisterschaft der Marathonszene – und heuer habe ich es endlich geschafft.“ Bernd Hornetz wird schon seit vielen Jahren als einer der Favoriten gehandelt, konnte aber bisher sein hohes Anfangstempo nicht durchhalten. Heuer ist es ihm gelungen und das in einer Sensationszeit von 6:57.04.

Impressionen  vom historischen Rundumerfolg des Team corratec

und ausgewählte Bilder von den 3 Team corratec Startern

Bernd Hornetz, Stefan Oettl und Johannes Berndl

Alle Action-Rennbilder von Team corratec Startern

Bernd Hornetz      weiter....

Stefan Oettl         weiter...

Johannes Berndl   weiter...

Es war ein besonderes Rennen für das gesamte Team corratec beim Ötztaler Radmarathon, gekrönt mit dem historischen Sieg.von Bernd Hornetz.  Es ist dies  auch der erste deutsche Sieg seit 1999: 1999 schaffte Ralf Keller den letzten deutschen Sieg beim Ötztaler. Zuvor konnten in den neunziger Jahren noch zwei Deutsche einen Sieg in der 36 Jahre langen Geschichte des Ötztalers erringen: Moritz Kruse und Holger Sievers.

Strecke, Höhenprofil, Daten Strecke:   Der Ötztaler Radmarathons - 238 km, 5500 Hm

Die Strecke und die 4 Pässe

Sölden (1.377 m) – Längenfeld – Umhausen – Oetz (820 m) – Kühtai (2.020 m) – Kematen (610 m) – Völs – Innsbruck (600 m) - Sonnenburgerhof – Schönberg – Matrei am Brenner – Steinach am Brenner – Gries a. Brenner – Brenner (1.377 m) – Sterzing – Jaufenpass (2.090 m) – St. Leonhard im Passeiertal – Timmelsjoch (2.509 m) – Sölden (1.377 m).

Die 4 großen Anstieg

  • Oetz - Kühtai:      max. 18% ; 1200 HM; 18,5 KM
  • Innsbruck - Brenner: max. 12 %; 777 HM; 39 KM
  • Sterzing - Jaufenpass: max. 12 %; 1130 HM; 15,5 KM
  • St. Leonhard - Timmelsjoch: max. 14 %; 1759 HM; 28,7 KM

Gesamtanstieg der 4 Pässe:  4866 Hm mit einer Länge von 101,7 km

Auszug und Berichte aus den Medien

Auszug der

Tiroler Tageszeitung vom 29.08.2016

Der Ötztaler Radmarathon brachte 4176 Sportler auf die Strecke und eine große Überraschung: Tirols Paracycler Patrick Hagenaars wurde Fünfter, der Sieg ging an Bernd Hornetz (GER).

 

Ein Rückblick auf einen bewegten Tag. Von Roman Stelzl

An Tagen wie diesen gibt es eigentlich keine Nacht, nur etwas mehr oder etwas weniger an Schlaf. Der Wecker läutet vor dem Ötztaler Radmarathon für die einen früher, für die anderen später – für die ganz Aufgeregten gar nicht. Bei den besten Athleten liegen gut zehn Stunden zwischen Hotelbettkante und Ziellinie, allen voran für den deutschen Bernd Hornetz, der kurz vor 14 Uhr als Erster ankommt. Nur knapp zehn Minuten dahinter tauchte mit dem Tiroler Patrick Hagenaars die große Sensation auf: Der am linken Oberarm amputierte Para-Sportler landete auf Rang fünf, dahinter folgten die Tiroler Daniel Rubisoier und Daniel Federspiel. Das Trio bildete den heimischen Höhepunkt eines bewegten Tages.

Aber der Reihe nach.

4:30 Uhr:

Die Unterkunftgeber im Startort Sölden wissen nach 35 Jahren, was zu tun ist: Um halb fünf Uhr morgens wird Frühstück serviert – die letzten Kohlenhydrate werden reingeschaufelt. Rund 6000 Kalorien soll der Körper auf der 238 Kilometer langen Strecke mit 5500 Höhenmetern verbrennen – oder in Frühstücksportionen umgerechnet: 40 Kaisersemmeln.

5:00 Uhr:

In der Dunkelheit Söldens zischen schier endlose Reihen an Rennrädern am Ohr vorbei. Einige Athleten springen noch eilig in ihre Hotels, die ersten Gäste, Freunde, Familien säumen den Startbereich. Nur noch 45 Minuten. Die Spannung steigt. 

6:30 Uhr:

Die Gruppen sind aufgeteilt, es wird in Intervallen gestartet. Ganz vorne die Elitefahrer und eingeladenen Teilnehmer, darunter Mountainbike-Weltmeister Daniel Federspiel und Kollege Daniel Rubisoier, 2015 als Siebenter bester Österreicher. Auch Winzer Leo Hillinger ist da, klopft einen Spruch nach dem anderen in den klaren Morgenhimmel. Neben ihm steht Ex-Profi Thomas Rohregger, der Ö-Tour-Sieger von 2008 fährt bis Kematen mit, springt dann ins Auto und kommentiert den Live-Stream.

Kurz vor dem Start taucht Nadja Prieling auf, die ihr Projekt (neun Ötztaler Marathons und das Rennen in zehn Tagen) mit wackeligen Beinen und einem müden Lächeln beenden will. Sie tut es dann auch.

6:45 Uhr:

Mehr als zwölf Minuten (!) vergehen zwischen Kanonenschuss und Rettungswagen – oder anders gesagt: zwischen dem ersten und dem letzten der 4176 Fahrer, die einen Startplatz ergatterten. Das große Warten auf die Rückkehr beginnt.

7:45 Uhr:

Nach knapp einer Stunde liegt Bernd Hornetz am ersten Pass im Kühtai voran. Der 48-Jährige gibt von Anfang an Gas.

11:15 Uhr:

Hornetz und Landsmann Jörg Ludewig passieren den Jaufenpass als Führungsduo – fast sechs Minuten dahinter rollt die neun Mann starke Verfolgergruppe an.

13:45 Uhr:

Nach dem rasanten Tempo und einem geglückten Ausreißerversuch im Duell mit Ludewig steht Hornetz mit einer starken Zeit von 6:57,04 als Sieger fest. Der Jubel ist groß.

Auszug

Radsport News vom 28.09.2016

 

Ötztaler-Sieg mit 48 Jahren

Deutscher Doppelsieg beim Ötztaler Radmarathon.

 

Bernd Hornetz gewinnt den „Ötzi“ in Radmarathons in 6:57:04 Stunden vor Jörg Ludewig. Bernd Hornetz im Ziel. „Den Ötztaler zu gewinnen, das ist wie die Weltmeisterschaft der Marathonszene – und heuer habe ich es endlich geschafft.“ Hornetz wird schon seit vielen Jahren als einer der Favoriten gehandelt, konnte aber bisher sein hohes Anfangstempo nicht durchhalten. Heuer ist es ihm gelungen und das in einer Sensationszeit von 6:57.04. Dem Sieger zollt auch der Zweitplatzierte Jörg Ludewig sehr viel Respekt. „Ich habe vier Stunden lang sein Hinterrad gesehen. Er hat verdient gewonnen und ich bin sehr glücklich, wieder beim Ötztaler auf dem Podest zu stehen“, erklärt Ludewig.

Berichte / O-Ton der drei erfolgreichen Team corratec Fahrer

O-Ton Bernd Hornetz

Eine unglaubliche Geschichte für mich und auch ein unglaubliches Rennen. War ich doch noch magenverstimmt vom Mittwoch Abend, ich habe den Chinesen im Verdacht, Do und Fr außer Gefecht gesetzt. Viel ORS-Lösung hat es wohl gebracht, auch im Rennen, ging es dann ab Samstag ganz gut, am Sonntag perfekt... Der Sieg bei so einem Rennen hätte ich mir unter den Umständen schon gar nicht zugetraut. Gut fahren und gut platzieren schon.

Ideal der Rennverlauf.

Flucht gleich mit potenten Fahrern am Kühtai. Jörg Ludewig, Philipp Schäddel (Team Alpecin) und Freund und Transalppartner Werner Weiss (Gobbi Cannondale). Kühtai hochgequält, nur wenig Vorsprung. Nicht verzagt in die Abfahrt gestürzt, dann super über Innsbruck zum Brenner gearbeitet, 7:20min Vorsprung. Werner leider dort mit Sitzproblemen ausgeschieden. Mitte Jaufen, Philipp mit Krämpfen, zu zweit mit Lude zügig übern Pass, bis dahin super von meinem Forchheimer Verein und meinem Team Corratec verpflegt, die mit Stefan Öttl und Johannes Berndl in der Verfolgung das Tempo kontrollierten. 8min Vorsprung nach kontrollierter Abfahrt und ausgiebiger Verpflegung im Einstieg Timmelsjoch. Super mit Lude zusammengearbeitet. So langsam der Glaube an etwas Gutes. Alles gegeben im langen Anstieg zum Passo Rombo (Timmelsjoch). Eine kurze Krise schnell überstanden, Dank der Verpflegung durch viele Freunde, wieder durch mein Team und meinen verein und auch Lude und ich haben uns gegenseitig gefüttert. Habe wieder gesehen, wie sich ein Ex-Profi quälen kann und mir gleichzeitig Mut und Selbstvertrauen einflößt. Danke auch Dir, Jörg. Am Ende war es ein Quäntchen und ein unglaublicher Sieg, von dem man vielleicht kühnst träumt, aber zumindest ich, nicht erwartet hätte.

Danke

Ich Danke neben meiner Frau, meinem Team corratec und meinem Verein Forchheim, allen Sponsonsoren, die für mich echte Supporter und auch Freunde sind, meine Radshops BunnyHopShop Bruchsal und Fahrrad Kramer Karlsruhe, Fitline, VerveCycling InfoCrank, RennRad, Dennis Sandig, Schmolke carbon, Schuhbert Brixen, Compex, Espira.

 

Bernd Hornetz: seit Juli 2016 neu im Team corratec

Bernd Hornetz fuhr beim Engadin Radmarathon beim Gesamtsieg von Johannes Berndl 2016 auf Platz 3 durchs Ziel in Zernez, zeitgleich mit Wolfgang Hofmann Team corratec. Und hier hatte ich bereits Kontakt mit Bernd Hornetz und kurz darauf wurde  die Teamvereinbarung mit Bernd Hornetz unterschrieben.

Seitdem hat Bernd Hornetz folgende Rennen am Podium beendetet:

  • Platz 1: Tannheimerradmarathon: Tannheim / AUT
  • Platz 1:Charly Gaul: Trento / ITA u.a. vor Zen, das Ötztalsieger des Vorjahres
  • Platz 2: Radmarathon Rad am Ring

O- Ton Stefan Oettl

Nach super Vorbereitung inkl. Streckenbesichtigung mit Team Kollege Hannes und bei guter Form freute ich mich auf die diesjährige Ausgabe des 'Ötzi'.

Das erste Highlight wartete schon am Start: gemeinsam mit Slalom Weltmeister Frank Wörndl starteten Bernd, Hannes und ich aus der ersten Reihe!

Auf der Abfahrt nach Ötz war es wie immer etwas hektisch und ich rechnete schon im Flachen mit den ersten Ausreißversuchen. Dazu kam es dann aber erst anfangs der Steigung Richtung Kühtai: Bernd befand sich gerade in optimaler Position und beschloss mitzufahren. Eine super Position für unser Team: so konnten Hannes und ich still halten und taten nichts fürs Tempo. Die Auffahrt aufs Kühtai fiel mir recht leicht und so war ich zuversichtlich dass noch Einiges geht. Mit einer guten Minute Rückstand auf die Ausreißer passierten wir die Passhöhe und gingen bei außergewöhnlich milden Temperaturen für den Ötzi in die Abfahrt. Die übliche Bummelei zwischen Kematen und Innsbruck vergrößerte dann den Abstand zur Spitzengruppe auf etwa 7 Minuten. Für uns kein Problem: Bernd war ja vorne! In Innsbruck dann beim ersten festeren Reintreten: Auaaa! Mein angeschlagenes linkes Knie rebellierte. Etwas verunsichert versuchte ich mich soweit es ging zurückzuhalten und jeden unnötigen Antritt zu vermeiden. So beschloss ich dann auch schon im Vorfeld am Jaufen keine Attacken mitzugehen und von Anfang an mein Tempo zu fahren. Am Jaufen war dann alles wie erwartet: Christian Barchi eröffnete und die Post ging ab. Nicht für mich: Kräfte und Knie schonen fürs Timmelsjoch war angesagt. Die Abfahrt nach St. Leonhard lief super und im Glutofen von Moos dann der letzte dicke Brocken. Durch meine Knieprobleme musste ich oft aufstehen um die Position zu wechseln, fand aber dann irgendwann meinen Tritt. In der oberen Hälfte des Anstiegs konnte ich noch einige Konkurrenten auffahren und war oben an Position 10. An der letzten Verpflegung dann: "Stefan gib Gas, die sind kurz vor Dir!" Beflügelt von der Anfeuerung durch Heidi, Sabine und Rolf versuchte ich nochmal nachzulegen. Aber dann streikte das Knie komplett: An der Passhöhe stand ich und wusste nicht mehr wie ich weg kommen soll. So wurde ich dann in der Abfahrt(!) wieder von Tommaso Elettrico aufgefahren. Ziehen lassen war auch keine Option und so biss ich in den Lenker, blieb dran und konnte sogar wieder Führung fahren. Zu zweit kamen wir in Sölden an und mir war klar dass er es auf einen Sprint anlegte und ich nichts mehr zu entgegnen hatte. So wurde es dann der 11. Gesamtrang (AK 4.) in einer für mich super Zeit von 7:11.59! Bernd konnte nach optimalem Rennverlauf in einer sensationellen Zeit gewinnen und einen super Erfolg fürs Team corratec einfahren.

Hannes fuhr nach langer Rennpause eine super Zeit und meine Freundin Kathrin beendete den Ötzi 2016 mit persönlicher Bestzeit. Ein schöner, langer und harter Tag. 2017 kann ich mir aber jetzt schon wieder vorstellen; dann aber mit Urlaub am Montag.

O- Ton Johannes Berndl

Seriensieger der ersten Saisonhäfte im Team corratec mit Platz 1 bei

  • Amade Radmarathon,
  • Dolomiten Radmarathon,
  • Glocknerkönig,
  • Tour de Suisse -ÖtztalChallen,
  • Mondsee Radmarathon
  • und Engadin Radmarathon

Was soll ich das sagen?

Es war super Teamerfolg und hochverdienter Sieg für Bernd. Wir haben uns aufgrund der aktuellen persönlichen Performance und den Möglichkeiten von uns auf eine Team-Taktik verständigt, die dann perfekt aufgegangen ist. So sollte es sein in einem guten Team. Was kann man als Team mehr erreichen als den Gesamtsieg beim Ötztaler, oder?

Mein persönliches Fazit: mit den Umständen der letzten 2 Monaten (Studium, 6 Prüfungen, Arbeit) und den damit sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten war einfach nicht drin, bei so einem Hammerrennen mit so langen Anstiegen. Auch wenn ich die letzten 14 Tage wieder sehr gut trainieren konnte und trotz meiner super Performance bis Anfang Juli konnte ich meinen Erfolg aus 2015 – Platz 6 overall in 7:12h und damit bester „Nichtitaliener – leiden nicht wiederholen oder toppen. Nachdem Bernd souverän in Führung lag, fuhr ich am Jaufen und am Timmelsjoch dann einfach mein Tempo und war auch nicht mehr in Zugzwang. Dann kamen ab Mitte des Jaufen bei mir noch Magenprobleme dazu und so war auch am Timmelsjoch eine schnellere Aufstiegszeit nicht mehr möglich.

Es war aber rundum ein schon ganz besonderer Tag mit intensiven Erlebnissen für uns alle im Team, den wohl keiner vergessen wird.

Team corratec
Kufsteiner Str. 72
83064 Raubling