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News 01.09.2017

Team corratec intern

Nach tollem Sieg der Teamwertung beim Ötztaler Radmarathon 2017

  • Viele Rennbilder der 6 engagierte und erfolgreichen Team corratec Starter 2017
  • Der Ötztal-Sieger 2016 Bernd Hornetz und sein besonderer Rennbericht vom Ötztaler.

Schnelle Rennbilder der 6 engagierte und erfolgreichen Team corratec

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StNr 1: Bernd Hornetz

StNr 43: Michael Markolf

 

 

StNr: 45 Stefan Oettl

 

 

StNr 55: Bart Bury

 

 

StNr 1596:

Wolfgang Hofmann

StNr 1597:

Martin Reisner

Der Ötztal-Sieger 2016 Bernd Hornetz und sein besonderer Rennbericht vom Ötztaler.

Der Ötztal-Sieger 2016 Bernd Hornetz im Team corratec hat sein Rennen 2017 nicht nur gekonnt und erfolgreich gestaltet – er hat auch seine Erlebnisse sehr spannend und authentisch in einen besonderen Rennbericht festgehalten. Danke Bernd für Deinen Einsatz im Team corratec und diesen einmaligen Rennbericht.

 

O-Team Bernd Hornetz

Auch dieses Jahr war der Ötzi sehr speziell. Hier mit der Startnummer 1 zu starten, ist schon etwas Besonderes, allerdings mit gemischten Gefühlen. Warum? Klar, der Sieg aus 2016 ist mir nicht mehr zu nehmen. Gerne habe ich in den Tagen an das Jahr zuvor gedacht, so mancher Video-Clip lief in meinem Kopf ab. Das kann man genießen. Aber ich wollte ja dieses Jahr auch wieder eine gute Leistung zeigen.

 

Hier lag dann das Problem. War in der Vorwoche doch merklich enttäuscht, dass ich das Training über den August nicht wie gewünscht durchgehalten hatte und auch mein normales Wettkampfgewicht klar verfehlt hatte. Meine ehrliche und aus meiner Sicht realistische Einschätzung, wenn alles perfekt läuft, kann ich vielleicht eine 7:20 fahren und um Platz 25 landen und meinem Team Corratec bei der Teamwertung helfen.

 

In einer Spitzengruppe könnte ich meinen starken Teamkollegen ohnehin nicht helfen. So ging ich dann auch das Rennen an, Durchkommen mit der bestmöglichen Zeit und dabei niemanden behindern. In den Kühtai fiel ich dann auch gleich hinten raus. Fuhr die Watt ziemlich genau, wie letztes Jahr vor dem Feld, nur diesmal dahinter, bestimmt 40 Fahrer vor mir. Vorne wurde es dann etwas langsamer, kam daher näher und flupp rutschte ich vorm Ochsengarten wieder vorne rein. 2 starke Fahrer, Barchi und Elettrico waren weggefahren. Interessierte mich nicht die Bohne. Hauptsache alle anderen blieben cool und in meinem Rhythmus. Topfavorit Cecchini machte keine Anstalten mit seinen vielen Helfern, die eigentlich eine Flucht verhindern sollten. Er war sich wohl sicher, mit deren Hilfe, den Rückstand auf lange Sicht kontrollieren zu können. Mit Überquerung des Kühtaipass in der Favoritengruppe, 3 Minuten hinter den Ausreißern, hatte ich ein Tagesziel schon überboten und ging happy und optimistisch zusammen mit meinen Teamkollegen Bury, Markolf und Oettl in die Abfahrt.

 

Die Familie von Michael Markolf und seiner Lebensgefährtin Jule Braun hatten uns perfekt verpflegt. Nach Innsbruck und über den Brenner arbeiteten dann stets 2 Teamkollegen von Cecchini. Trotzdem wuchs der Vorsprung von Barchi und Elettrico auf 5 Minuten. Die Beiden hatten aber weniger Glück, als meine Ausreißergruppe in 2016. Diesmal blies der Wind ins Gesicht. Elettrico war am Brenner dann fertig und ausgestiegen und Barchi fuhr auch nur noch auf Reserve. Unsere Verfolgergruppe war indes angewachsen und auch meine Teamkollegen Hofmann und Reisner hatten den Anschluss geschaffen. Wir kamen also alle gleichzeitig an die 2. Tafel der Familien Markolf-Braun. Auch das flutschte wie am Schnürchen.

 

Am Jaufen ließ ich mit der ersten Tempoverschärfung, meinem Konzept treu bleibend, sofort wieder 30 bis 40 Mann davonziehen. Bestimmt 20 Mann bildeten die Spitzengruppe, wieder mit meinen Teamkollegen Bury, Markolf und Oettl. Andere fielen früher oder später zurück und einige konnte ich bis zu Passhöhe einholen und abschütteln. Gut 3 Minuten hatte ich dort Rückstand als Johannes Berndl und Thomas Senski meine Vorräte auffüllten. Alleine in die Abfahrt, nochmal Pipi im Downhill, konnte ich das dann sehr genießen, futtern und ein paar Gedanken an 2016 verschwenden.

 

4 oder 5 Minuten rief man mir dann unten zu. Ich war schon sehr überrascht, dass es unter den Umständen so gut verlief. Den Diesel wieder auf Kurs gebracht, nach Moos in die Serpentinen, hatte ich ein gutes Gefühl, mein Tempo durchhalten zu können. Ich fuhr in den Anstiegen weiterhin die gleichen Watt, wie im Vorjahr, ein klein wenig sogar mehr. Hatte mich ja diesmal auch ein gutes Stück bis zum Brenner chauffieren lassen. Dann stand da gleich Kuno Messmann, nochmal Flasche und Gels und die Aufmunterung, den guten Rhythmus durchzuhalten. Das gelang. Nach und nach konnte ich einige Fahrer einholen, wie zum Beispiel Matthias Nothegger, Thomas Gschnitzer, Daniel Pechtl, Michael Spögler, Mauro Facci, Philipp Schäddel, Florian Vrecko, Bob Michels und einige mehr. Also auch einige der Favoriten, quasi mit allen befreundet, ein kurzer Gruß, eine Aufmunterung, noch ein Stück zusammen gefahren und dann weitergezogen. Schaut man sich diese Namen an, sieht man, wie schwer doch der Ötztaler ist und wie schwer zu kalkulieren. Nach der Schönau nochmal Gel und Wasser von Jany Messmann. Sehe in den anstehenden Serpentinen weitere Fahrer voraus und versuche zu verkürzen. Die Luft wird dünner in jeder Beziehung. Ich glaube noch vier, fünf Fahrer (Muraro, di Salvo, Feyrer?, Pössl?, ...) bis zur Station meiner Frau eingeholt zu haben, die sich auf HM 2.100 mit der Hilfe vom Team KATUSHA ALPECIN dort mit Cola eingerichtet hat. Die Cola haue ich mir nochmal rein. Vor mir Glorieux mit Teamkollege Bury. Das Ranrobben geht schon schwerer, gelingt aber, wieder etwas freundschaftlicher Dialog und weiter aufi. Ein Stück vorm Tunnel habe ich Koep und Haagenars ins Visier genommen. Diese noch wenige hundert Meter voraus, war mir klar, dass ich von den beiden Mannsbildern nach Sölden profitieren würde und sie dafür unbedingt vor der Abfahrt einholen muss. Also verkürzt und im Unterlenker durch den Tunnel gedonnert, alles zur Passhöhe rausgeholt. Da fehlten noch 50m, die ich auf den letzten Drücker in den ersten Serpentinen bergab zufahren kann.

 

Im Gegenanstieg fordere ich die Beiden dann kräftig. Dabei noch Hertlein und Paulissen eingeholt und distanziert. Letzterer mit langer, ereignisreicher Profi-MTB-Karriere. Dann wieder Koep voraus ins Tal, konnten wir noch Ludewig einholen. Nach Zwieselstein in die letzte Kuppe musste ich in der 4er-Gruppe schon vorsichtiger agieren, denn kurz davor kämpfte ich mit Krämpfen. Es ging zum Glück gut, runter nach Sölden kein Problem, dann hinter den 3 Kerlen den roten Lappen unterquert. Koep hatte uns derart mitgesogen, dass ein Sprint gegen ihn eine Frechheit gewesen wäre. Etwas ungelenk fuhren wir schließlich rechts zur Arena ab. Es wurde nochmals forciert um Platz 8, aber der blieb verdientermaßen bei Koep.

 

Fühle mich ziemlich zufrieden, aber in erster Linie glücklich als ich die fantastischen Resultate von Michael Markolf 4. in 7:01, Stefan Oettl 6. in 7:06 erfahre. Wenig nach mir 11. in 7:07 kommt schon Bart Bury 16. in 7:11 (er hatte keinen Koep). Kaum eine Brot gefuttert kommen schon Wolfgang Hofmann 53. in 7:36 und Martin Reisner 66. in 7:39. Das reicht souverän zur Teamwertung und Michael und Stefan dürfen sich sogar auf dem Kategorie-Podest als jeweils 3. feiern lassen.

Das wird gefeiert!

 

Euer Bernd Hornetz

Team corratec
Kufsteiner Str. 72
83064 Raubling